Freitag, 21. September 2007

Plädoyer für den Traum

Hinter all deinen Fernsehgeräten
lauert auf dich ein stiller Tod
wenn du nicht weißt wohin
wenn du kein Ziel hast, auf das du zugehst

Ist das nicht irgendwie - traurig?

Du vergisst so schnell wie man atmet
denn dein Delirium ist einfacher zu halten
als aus alten Zauberkisten
Staub zu wischen und zu erinnern

Ist das nicht irgendwie - traurig?

Erst noch dies und jenes
und dann werde ich leben
sagst du dir
und so vergeh'n Jahrzehnte

Ist das nicht irgendwie - traurig?

Und immer sind's die anderen die etwas tun
die, scheinbar, glücklich sind
immer ist der Gang zum Kühlschrank
einfacher als die Fahrt zum Meer

Ist das nicht irgendwie - traurig?

Aber immerhin, siehst du,
du leidest noch
du träumst noch
und ärgerst dich über dich selbst

Das heißt ja, du kannst noch nicht ganz tot sein
sonst würde dir sicher nichts fehlen

Ist das nicht irgendwie - tröstlich?

4 Kommentare:

Oles wirre Welt hat gesagt…

Das find ich jetzt weder banal noch fröhlich. Oder witzig. Aber ganz schön.

nora hat gesagt…

verdammt.

Anonym hat gesagt…

Halbtot kann ein fröhlicher Zustand sein. Auch ohne Fernsehen.

nora hat gesagt…

dafür gibt es aber nur ein, genau ein Beispiel ^^