Wenn du lachst
dann wollen wir dein Freunde sein
dann kann man sich weiden,
an deinem Licht
dann wird alles ein bisschen leichter
ein bisschen weniger schnöde und alltäglich
wenn du so strahlst
dann möchte man, möchte man
ein wenig
du
sein
In deinem unnachahmlichen am leben sein
in deiner Fähigkeit
noch aus
dem Kleinsten
etwas ganz und gar
Unalltägliches zu schöpfen
Und wenn du denkst
so verschwiegen und schichtig
dass sich ein Universum in deinen Pupillen
abbildet
dann möchte es fast Tränen in die Augen treiben
dass du selbst so lebendig
denken kannst
Und wenn du schläfst
dann bist du
wie ein Unterseeschatz
fischhaft
gleitest du
zu entlegensten Gründen
und deine weiche Hand
die liegt
so sanft und unschuldig
auf dem Laken
Und wenn du traurig bist
dann spiegelt sich ein ganzes Meer
in deinen Schläfen
und deine
delikate Verletzlichkeit
ist schmerzhaft, schöner noch
vielleicht
als dein Lachen
Doch wenn du verzweifelst
und dich hektisch windest
wie ein erstickender Karpfen
in einem algigen Netz
Dann zieht die Welt zu schnell an dir vorüber
und deine Gedanken schießen
wie ein Feuerwerk ins Nichts
Dann will dich Stumpfen
plötzlich Grauen
keiner mehr halten
und du stürzt
verwundet
wie ein Tier
durch die rempelnden Massen
Dann will sich alles Leben
von dir wenden
und Rücken
schauen dir entgegen
als ob du heute schon
ein andrer wärst
3 Kommentare:
Als lyrische Prosa sehr gut. Ich werde mir das jetzt mal abkupfern und in eine andere Form quetschen.
Ich ziehe meinen Hut, das trifft den Nagel auf den Kopf. Vielen Dank dafür.
Finde ich sehr, sehr gut.
Auch dein Blog im Allgemeinen. Sonst wäre ich gar nicht erst so weit gekommen.
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