Dienstag, 17. Juli 2007

Gute Nacht, Mr Pillowcase, gute Nacht.

..Und wenn die Wut, die moderate Verzweiflung, die Konfusion, die sich als nichts Konkretes materilisieren kann, gewichen ist, dann ist da nur noch eine traurige Ruhe, eine traurige Stille, die sich mit etwas füllen will, was nicht sein kann.
Was, wenn es keine Gerechtigkeit gibt, nicht geben kann?
Wenn die Reglen keine Regeln mehr sind?
Auf was verlässt du dich, wenn all deine Gesetztestexte und all deine Zeilen, all deine Paragraphen nicht mehr gelten?
Was wirst du tun?
Nichts.
Nichts.
Nur schweigen. Und ein bisschen traurig sein.
Wegen der Leere. Wegen der Stille.
Wegen dem, was du dir wünschst, aber nicht wünschen kannst.


Wie meine Träume nach dir schrein...

Wie meine Träume nach dir schrein.
Wir sind uns mühsam fremd geworden,
jetzt will es mir die Seele morden,
dies arme, bange Einsamsein.

Kein Hoffen, das die Segel bauscht.
Nur diese weite, weiße Stille,
in die mein tatenloser Wille
in atemlosen Bangen lauscht.



Rainer Maria Rilke

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

...ein bißchen? Nun, wenn es keine Hoffnung gibt es das eine wilde Untertreibung. Schütteln Sie bitte M C Pillowcase nochmal auf und fragen sie nach...