Donnerstag, 22. April 2010

Das ist so eine Art Stilverlust

Wozu eigentlich bloggen? Und vor allem: was? Die Anonymität ist nicht groß genug für Psychotherapie-online. Beim Schreiben steigt einem nur der eigene Narzissmus auf. Ergebnis: Langeweile, gelöschte und nicht publizierte Inhalte. Welche Hoffnung auf Resonanz in Ermangelung von Leben nährt dich so, dass es dafür reicht, also - hierfür? Eine Erinnerung: Zu keinem Zeitpunkt mehr Traffick, als beim Sprichwortratespiel auf Turnschuhromantik. Die Geschichten und die Gedichte - die hat fast keiner gelesen. Das hier funktioniert im Prinzip genauso wie Boulevardjournalismus und das ist schrecklich deprimierend. Vielleicht ist das etwas, das Schreiben blockiert. Einfach zu nah an der Ernüchterung.

6 Kommentare:

The_Mole hat gesagt…

Zu "Psychotherapie online": Hilft sehr, sich eine Reihe guter Chiffres zuzulegen und in Bildern zu sprechen. Man selbst kann alles nach Jahren noch nachvollziehen und niemand sonst weiß, was gemeint ist.

Für Texte mit literarischem Anspruch dann vielleicht eine eigene Seite starten? Da kommt dann auch niemand hin, weil er "Bundesarbeitsagentur von goldenem Dackel überfallen" oder "Schnitzelsandwich" bei google gesucht hat.

(Haha, von wegen "keine Resonanz", ganz rotzfreche Hinterbänkler, klammerauf:ich:klammerzu, geben hier ungeniertest Ratschläge...)

F hat gesagt…

Na dann schreiben Sie´s halt auf den Badezimmerspiegel. Hilft garantiert.

queen of maybe hat gesagt…

fuehlte sich mal an wie eine schicke selbsttherapie. jetzt matt und fahl. (vielleicht kommt 'das besondere' ja wieder. pure ernuechterung fuehrt ja zu nichts / depressionen...)

DanielSubreal hat gesagt…

Stimmt. Boulevard Radar. Nur der Kaffee ist immer kalt und die Zigaretten schon aus. Aber immerhin Lettern, wehen auch im Frühling und Sommer vom Baum als wäre es Herbst. Naja, es ist wenigstens Nacht. Gute.

The_Mole hat gesagt…

Diese komplizierten Jungerwachsenen.
Wir brauchen keine Lösung, wir haben schon genug Probleme.

nora hat gesagt…

manchmal nicht. was zeigt, das man allem und jedem etwas negatives abgewinnen kann - auch so ein charakterzug.