Sonntag, 14. März 2010
"Beckett: Wisst ihr überhaupt, was das heißt, schizophren? Das heißt, dass eine Glaswand zwischen euch und der Welt steht. Den Kontakt zur Welt überlaßt ihr dann einem Teil vone uch, mit dem ihr nichts zu tun ahbt, einer öffentlichen persona, dem Erfüllungsgehilfen der Erwartungen anderer, einem verächtlichen Anpasser. Ihr selbst aber, ihr zieht euch immer tiefer zurück ins Innere eurer selbst, wo euer einziger Bezugspartner, eure einzige Gesellschaft ihr elbst seid. Das ist die totale Einsamkeit. Das ist der Tod im Leben. Draußen hört ihr euer anderes Icxh rumoren. Ihr hört die Geräusche, die die anderen machen, aber all das bedeutet nichts. Sie sind alle nur mechanische Puppen, ihr Gerde hört sich an wie Geriesel, wie Murmeln. Ihr habt den Kontakt zum Leben der anderen, ja auch zum eigenen Leben verloren. Nein, ihr habt diesen Kontakt nie gehabt. Ihr fühltet euch so wertlos, daß ihr nciht wagtet zu existieren. Ihr hattet kein recht auf Existenz. Wenn ihr Anspruch auf Wirklichkeit erhoben hättet, dann hätten euch die anderen verdinglicht und getötet. Dem seid ihr zuvorgekommen; durch Mimikry und Camouflage habt ihr euch selbst verdinglicht. Ihr macht euch unsichtbar, setzt eine Maske auf, verschmelzt mit der Umgebung, geht inkongnito und stellt euch tot. Aus Angst vor den tötenden Basiliskenblicken der anderen raubt ihr auch ihnen in der Phantasie ihre Lebendigkeit. Ihr depersonalisiert sie zu Robotern, macht sie zu Dingen, und doch hängt eure ganze Existenz davon ab, gesehen zu werden; ohne im Blick von jemandem zu existieren, verlöscht ihr. Weil aber der Blick der anderen tötet, ist der einzige Garant eurer Existenz eurer eigenes Selbstbewusstsein. Ihr beobachtet euch ständig selbst. Diese Selbstbeobachtung tötet alle Spontanität ab. Euer Selbst stirbt ab. Es wird unwirklich starr und versteinert. Ihr werdet sekbst zu eurem eigenen Grab."
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2 Kommentare:
ach du scheiße.
ich fand das überraschend treffend. Richtig gut.
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