Geträumt, ich sei in Shanghai gewesen. Auf einer steinernen Terasse trohnte ich über malerischen Landschaften. Hoch türmten sich vor mir sattgrüne Zwillingsberge auf, mit Regenwald so dicht bewachsen. Moose und Schlieren rankten sich sagenhaft um die sanften Zweige. Für einen Tag in Shanghai. Ich sah mich um und war frei, plötzlich, der Irrelevanz völlig ergeben und verstehend und ich fragte - bleiben wir? Und wusste, ich würde fahren, ewig, und in der Fremde untertauchen und verloren gehen, wie ein ewig Reisender, ein Weltreisender, der keine Heimat kennt und keine Grenzen, nichts, als den unendlichen Hunger nach Freiheit und Poesie. Doch, schmerzlich wurde mir bewusst, am nächsten Tag müsste ich zur Universität in Deutschland gehen, an die mich doch nichts zog. Die mich würgte und zwang und wie ein Peitschenhieb an mir vorüber ging. Oberflächlich, doch schmerzend.
Und so machte im Traum ich mir eine Notiz - zumindest doch im Internet zu vermerken, ich sei in Shanghai gewesen und habe dessen unendliche Schönheit gesehen. Die umrankten Zwillingsberge von Shanghai. Für einen Tag.
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