
Quelle
Dann stolperst du wie ein Blinder über diese Äste und Zweige des Lebens und immer hast du dich gefühlt wie ein Kind im dunklen Keller, mit verbundenen Augen tastest du dich durch die Gänge, fällst über Obstkisten, wenn modrige Gerüche in deine Nase steigen. Und spürst du nicht die Sehnsucht? Eins sein willst du, mit irgendetwas, mit irgendwem und du weißt nicht, wohin mit dir. Wie sollst du dein Verlangen übersetzen? Wie sollst du in dieser Vielfalt, gegenüber diesem Ziehen und Zerren in deinem Bauch, wie sollst du gegenüber dem heißen Blut, dass durch deine Arterien rauscht wie ein reißender Fluss, wie sollst du angesichts dieser Stromschnellen Halt finden?
Und erst wenn du den getrockneten Zement unter deinen Fußsohlen das erste Mal spürst, erst wenn du weißt, dass du überall hingehen kannst, weil du nichts an dir trägst als deine nackte, verschrammte Haut und das alles, alles andere vorbei geht, dann weißt du, dass du noch genau so frei bist, wie du es als Kind gewesen bist. Und dass dich niemand an die Hand nehmen muss, dass dir niemand zeigen muss, wie man fliegt. Und wenn du dann deine Augenbinde abgenommen hast und du siehst die Umrisse dieser Abgründe und Mulden im Boden, die dich anziehen, hinunter reißen wollen, dann weißt du, dass du straucheln, aber nicht mehr, nie mehr fallen kannst. Und dann bist du es, der die Tür zum Keller schließt oder offen lässt.
Dann stolperst du wie ein Blinder über diese Äste und Zweige des Lebens und immer hast du dich gefühlt wie ein Kind im dunklen Keller, mit verbundenen Augen tastest du dich durch die Gänge, fällst über Obstkisten, wenn modrige Gerüche in deine Nase steigen. Und spürst du nicht die Sehnsucht? Eins sein willst du, mit irgendetwas, mit irgendwem und du weißt nicht, wohin mit dir. Wie sollst du dein Verlangen übersetzen? Wie sollst du in dieser Vielfalt, gegenüber diesem Ziehen und Zerren in deinem Bauch, wie sollst du gegenüber dem heißen Blut, dass durch deine Arterien rauscht wie ein reißender Fluss, wie sollst du angesichts dieser Stromschnellen Halt finden?
Und erst wenn du den getrockneten Zement unter deinen Fußsohlen das erste Mal spürst, erst wenn du weißt, dass du überall hingehen kannst, weil du nichts an dir trägst als deine nackte, verschrammte Haut und das alles, alles andere vorbei geht, dann weißt du, dass du noch genau so frei bist, wie du es als Kind gewesen bist. Und dass dich niemand an die Hand nehmen muss, dass dir niemand zeigen muss, wie man fliegt. Und wenn du dann deine Augenbinde abgenommen hast und du siehst die Umrisse dieser Abgründe und Mulden im Boden, die dich anziehen, hinunter reißen wollen, dann weißt du, dass du straucheln, aber nicht mehr, nie mehr fallen kannst. Und dann bist du es, der die Tür zum Keller schließt oder offen lässt.
3 Kommentare:
Die Kiste ist leer, Frau N.
die Obstkiste? Nie!
Bittersüßdunkelundzauberlicht, werte Nora! Ein schöner Start in den Tag, der mir heute allenortens beschehrt wird....ich glaube, ich verbringe ihn mit einem langen tiefen Seufzen....
Kommentar veröffentlichen